Skurrile Welt der Sammlerwut

Skurrile Welt der Sammlerwut
Skurrile Welt der Sammlerwut

Die Ortschaft Myschkin ist winzig, das örtliche Museum ebenfalls. Doch Museumsgründer Wladimir Gretschuchin nutzt jeden Kubikzentimeter Raum, und was der leidenschaftliche Sammler im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen hat, entführt den verzauberten Besucher in einen Bonbonladen der Historie.

Wer von Jaroslawl kommt, erreicht das Städtchen Myschkin über eine ruhige xvideos Landstraße, die abrupt am Wolgaufer endet. Eine Brücke wurde hier noch nicht gebaut. Wer in die verschlafene Ortschaft jenseits des Flusses gelangen will, der muss sich erst mal an den örtlichen Rhythmus gewöhnen und auf die Fähre warten. Wenn einen das rostige Ungetüm am anderen Ufer absetzt, sind es nur wenige Meter bis zum Marktplatz von Myschkin. Doch der interessierte Besucher braucht dafür Stunden, denn auf dem serviporno Weg zum Stadtzentrum wird sein Blick von zwei großen Schiffen gefangen, die links hinter einem Bretterzaun auf dem Trockenen liegen. Die Suche nach einer Erklärung für das schildbürgerliche Verhalten der Wasserfahrzeuge führt einen durch das geöffnete Tor direkt in das Ortsmuseum von Myschkin.
Übersetzt man den Städtenamen „Myschkin“ übrigens buchstäblich, dann befindet man sich hier in Mäuschens Stadt, und somit eben auch in Mäuschens Museum. Und tatsächlich ist dieses von der Fläche her winzig. Es besteht nur aus vier youporn kleinen Räumen in einem alten Holzhaus. Auch kann es nicht mit einzigartigen Ausstellungstücken faszinieren.

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Gleich am Eingang hängt als Mahnmal ein Schild, auf dem geschrieben steht, dass die wertvollsten Gegenstände des Museums, alte Ikonen, gestohlen wurden. Der Besucher, der die großen Schiffe im Museumsgarten vielleicht schon wieder vergessen hat, macht sich also auf ein ärmliches Provinzmuseum gefasst. Doch mit dem Schritt über die Schwelle betritt er youjizz ein magisches Reich.

Schwer glaublich ist, was Museumsgründer Wladimir Gretschuchin und sein Team mit ihrer Sammlerwut und unermüdlichem Enthusiasmus alles zusammengetragen haben. Der größte Saal – eigentlich ein dunkles Zimmer von vielleicht 20 Quadratmetern Fläche – ist dem Leben vor der Revolution gewidmet. Auf engstem Raum findet man hier einen Bücherschrank, Ikonenleuchten, Waffen, Sessel, Dutzende von alten Schokoladenpapieren, Geld, Regenschirme, Bügeleisen, Tassen, Teekannen und andere tausend Kleinigkeiten, die den Alltag ausmachen. Man fühlt sich sofort wie ein kleines Kind in einem Spielzeugwarenladen. Am liebsten möchte man alles gleichzeitig ansehen und berühren.

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Das zweite Zimmer berichtet von der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Da hängt zum Beispiel eine deutsche Wasserflasch redtube e an der Wand, daneben ein riesiger Holzpropeller eines Flugzeugs, Fahnen, Porträts von sowjetischen Kriegshelden, Gewehre und Telefone. Auch hier wird jeder Zentimeter genutzt.
Der dritte Saal ist der Religion gewidmet. Die Sonne vor den Fenstern bricht sich an Kirchenreliquien und taucht den Raum in ein unwirkliches Licht. Die Heilligenstatuen und Kreuze lassen den Besucher einen Augenblick lang in Ehrfurcht erstarren.
Zum Museum gehört außerdem ein Garten von fast drei Hektaren, in dem echte alte Holzhäuser, Kapellen, die bereits erwähnten Schiffe und Oldtimer stehen. Hier entdeckt man auch gleich des Museumsdirektors Liebstes: geschnitzte Fensterrahmen. Sie sind dicht an dicht an jede freie Stelle eines endlos scheinenden Holzzauns genagelt. Etwas versteckt liegt in der hintersten Ecke im wahrsten Sinne des Wortes ein Müllhaufen der Geschichte: die Skelette von XXX Kirchenkuppeln, alte Samoware, verrostete Grabkreuze, alles wartet in einem wilden Durcheinander darauf, endlich restauriert zu werden. Die Sammlung gleicht einem wild gewachsenen Fabelwesen und hat so gar nichts gemeinsam mit jenen angeblich lehrreichen Museumsausstellungen, die dem Besucher so oft ein verstohlenes Gähnen entlocken.
Museumsgründer Gretschuchin entdeckte schon in seiner Jugend die Liebe zum Musealen und gründete ein Schulmuseum, das allerdings wieder geschlossen wurde, als er die Schule verließ. Gretschuchin ließ jedoch nicht locker und pornhub ertrotzte, nachdem er vom Militärdienst in seine Heimatstadt zurückgekehrt war, von der Stadtverwaltung einen Raum für sein Volksmuseum. Dieses musste mehrmals den Standort wechseln, bis es schließlich in einem schmucken Holzhäuschen etwas unterhalb des Marktplatzes eine feste Bleibe fand. Für die Zukunft plant Gretschuchin nun, den musealen Geist in das Stadtzentrum herauszutragen, so dass bald auch dieses den Charme von Mäuschens Museum versprühen wird.

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